Der Wegverlauf des Camino
Vasco del Interior – Vía de Bayona

Diese Seite gibt einen ersten Überblick über den Weg und seine Besonderheiten.

 

Der Jakobsweg durchs Baskenland

Der Camino Vasco del Interior führt von Bayonne bis Vitoria-Gasteiz ca.176km von der Küste in die Ausläu­fer der Pyre­näen. Er streift den Camino del Norte und mündet in seinem wei­teren Verlauf in den Camino francés.

Der Pilgerweg- und Wanderführer der Edition caminotogo enthält detail­lierte Weg­be­schrei­bungen, einfache Karten und genaue Strecken­angaben, Infor­mationen zum Weg, den Sehens­würdig­keiten und Orten am Weg, den Kirchen und Klöstern sowie den Versor­gungs­mög­lich­keiten unter­wegs und an den Ziel­orten. Der Pilger­weg­führer ist ein verläss­licher Partner auf dem Weg.

Der Wegverlauf

Die folgenden Wegabschritte entsprechen den Kapiteln im Pilger­weg- und Wander­führer, anhand dessen man sich seinen eigenen Weg zusam­men­stellen kann. Passend zu den eige­nen Bedürf­nissen können Kapitel zusam­men­ge­fasst wer­den und die Etap­pen­längen entspre­chend variieren.

Ein Tag in Bayonne

Bevor man die Pilgerreise entlang der französischen Atlan­tik­küste in Rich­tung Spanien beginnt, kann man sich in der Stadt Bayonne ein­stim­men. So bietet es sich an durch die Altstadt­gassen zu schlen­dern, der Kathe­drale Sainte-Marie und der Markt­halle einen Besuch abzustat­ten und in einer der zahl­rei­chen Bars einen Kaffee zu trinken.

Angekommen – und Zeit für einen Tag in Bayonne.   (Foto © caminotogo.de)
Bayonne – Bidart (15,5km)

Die Etappe führt überwiegend auf kleinen Straßen durch den urbanen Raum von Bayonne / Biarritz. Kurz vor Bidart erreicht man die Steil­küste ober­halb des Atlantik. Alter­nativ kann man den Weg nach Bidart auch in ein bis zwei Tagen entlang des Flusses Adour und der Atlantik­küste zurücklegen.

An der Küste bei Bidart.   (Foto © caminotogo.de)
Bidart – Saint-Jean-de-Luz (11,4km)

Wir sind am Meer! Dieses Kapitel führt nahezu ausnahms­los entlang der Küste. Man kann den Surfern bei ihren Kunst­stücken zuschauen, oder selbst ein (Sonnen-)Bad nehmen. Auch der lange Strand von Saint-Jean-de-Luz, an der die Innen­stadt liegt, kann für ein ausgie­biges Bad genutzt werden.

Am Strand vor Saint-Jean-de-Luz.    (Foto © caminotogo.de)
Saint-Jean-de-Luz – Irún (14,4km)

Nun heißt es Abschied nehmen vom Meer. Über die Brücke Charles de Gaulle und entlang des Hafens gelangt man nach Ciboure, der Schwester­stadt von Saint-Jean-de-Luz. Auf Wegen und Pfaden erreicht man Hendaye, den Grenz­fluss Bidasoa und über eine Fuß­gän­ger­brücke die spanische Stadt Irún (hier beginnt der Camino del Norte).

Auf einem grünen Weg nach Irún.    (Foto © caminotogo.de)
Irún – Elizalde (9,7km)

Dieses Kapitel bietet einen guten Einstieg für Beine und Lunge in die vor uns liegen­den Etappen. Wir tauschen das blaue Meer gegen grüne Hügel­ketten, die es nun zu durchwandern gilt.

Willkommen in Spanien. Es wird hügelig.   (Foto © caminotogo.de)
Elizalde – Hernani (16,5km)

Man scheint immer wieder durch eine Fototapete zu wandern, mit weitem Blick über die bas­kische Hügel­land­schaft mit seinen typi­schen Häusern und ganz viel Landschaft drumherum.

Bereits nach 10km gibt es die Möglichkeit, in der Pilger­her­berge bei der klei­nen Kapelle Santiago­mendi zu über­nach­ten. Von diesem ein­samen Ort hoch oben hat man einen gran­dio­sen Blick bis nach San Sebastian und das dahinter­liegende Meer.

Auf dem Weg nach Hernani zur Albergue Santiagomendi.   (Foto © caminotogo.de)
Hernani – Andoain (7,5km)

Auf festen Untergründen geht es im Tal des Flusses Oria nahezu stetig in Rich­tung Süd­westen, in Auf und Ab ohne nen­nens­werte Erhebungen.

Abendstimmung in Andoain.   (Foto © caminotogo.de)

Andoain – Tolosa (12,4km)

Noch vor Verlassen von Andoain können wir die kleine Ermita de Santa Cruz besuchen. Der weitere Weg führt entlang der wenig befah­renen Straße, wir können alter­nativ aber auch auf der Fluss­pro­me­nade aus der Stadt hinaus­gehen. Weiter geht es auf schmalen Pisten und Fuß- und Rad­wegen ohne nen­nens­werte Stei­gungen durch das Tal des Rio Oria. Die mittel­alter­liche Alt­stadt von Tolosa mit seinen Gassen und Plätzen erwartet uns.

Tolosa – und weiter entlang des Flusses Oria.   (Foto © caminotogo.de)
Tolosa – Beasain (18,8km)

Dieses Kapitel führt uns zunächst entlang des Paseo Ribeira, der Fluss­pro­me­nade, aus der Stadt hinaus und auf Fuß- und Rad­wegen weiter in Rich­tung Beasain. Kleine Dörfer wie Alegia, Ikaztegieta und Legoretta bieten sich für eine Pause an. Schließ­lich errei­chen wir das Kapitel­ziel Beasain, mit der Gewiss­heit, dass es ab morgen wieder in die hügelige Land­schaft gehen wird.

Der Weg führt uns durch Beasain.   (Foto © caminotogo.de)
Beasain – Zegama (16,7km)

Es geht wieder in die Berge! Wir verlassen Beasain über eine schmale Fuß­gän­ger­brücke und fin­den uns sofort in der hüge­ligen Land­schaft wieder. Zwischen Pferde-, Kuh- und Schafs­koppeln und vorbei an einzel­nen Höfen, Dörfern und Weilern sowie dem histo­rischen Dorf Segura gelan­gen wir nach Zegama, dem beschau­lichen Dorf vor dem Aufstieg und dem Tunnel von San Adrian.

Wir erreichen Zegama, am Fuße der Felsen.   (Foto © caminotogo.de)
Zegama – Tunnel von San Adrián – Zalduondo (15,9km)

Wie kann man in wenige Worte fassen, was uns in diesem Kapitel erwartet? Wir versuchen es zunächst mit einem Wort: Königs­etappe. Der heutige Weg wird dich wahr­schein­lich sprach­los machen. Atem­be­rau­bend ist die Aussicht vom Höhlen­eingang (1.000HM). Wenn wir den Wald hinter uns lassen, wird sich die Land­schaft verän­dert haben. Ein weites Hoch­plateau (600HM) erwartet uns.

Der Aufstieg liegt hinter uns. Auf direktem Weg zum Tunnel.   (Foto © caminotogo.de)
Zalduondo – Agurain Salvatierra (7,1km)

Zwei Wegalternativen bieten sich für diese recht kurze Distanz an, und auf beiden sind kaum Höhen­meter zu bewäl­tigen. Lassen wir es also ruhig angehen.

Ein Blick zurück auf Zalduondo und die gestrige Etappe.   (Foto © caminotogo.de)
Agurain Salvatierra – Alegria-Dulantzi (12,1km)

Durch kleine, verschlafen wirkende Dörfer und endlose Felder führt der Jakobs­weg auf schmalen Wirt­schafts­wegen durch das weite Tal.

Zwischen Agurain Salvatierra und Vitoria-Gasteiz gibt es keine Übernach­tungs­mög­lich­keiten direkt am Weg. Da vielen die Weg­strecke bis Vitoria zu weit ist, und Alegria-Dulantzi (1km vom Weg ent­fernt) eine sehr schöne Pilger­her­berge und Ver­sor­gungs­mög­lich­keiten bereit­hält, kann die Weg­strecke hier unterbrochen werden.

Die pilgerfreundlichen Hospitaleros auf dem Weg geben uns ein Gefühl von Zuhause.   (Foto © caminotogo.de)
Alegria-Dulantzi – Vitoria-Gasteiz (17,7km)

Auf Pisten wandert man heute durch das weite Tal in Richtung der bas­kischen Haupt­stadt Vitoria-Gasteiz. Unterwegs kann das Santuario de Nuestra Señora de Estibaliz, das bedeu­tendste Heiligtum der Provinz Álava, besucht werden.

Ein Blick in unzählige Pilgergesichter.   (Foto © caminotogo.de)
Willkommen in Vitoria-Gasteiz

Vitoria-Gasteiz, Hauptstadt der spanischen Autonomen Region Basken­land und der Pro­vinz Álava, bietet eine sehens­werte Alt­stadt und ist gleich­zeitig eine moderne, quirlige Studen­ten­stadt. 2012 war sie die Umwelt­haupt­stadt Europas. Sie scheint ein lebens­werter Raum zu sein: Autos sind aus der In­nen­stadt weitestg­ehend verbannt, ins­gesamt 115.000 Bäume stehen im Stadt­gebiet und 170km Rad­wege sorgen für einen klima­schonenden Zugang.

Zeit für einen Tag in Vitoria-Gasteiz.   (Foto © caminotogo.de)

 

Wir freuen uns mit Ihnen auf Ihren Weg,
wünschen Ihnen viel VorFreude –
und jederzeit einen guten Weg.

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