Auf den Wegen gibt es ein großes Angebot an kirchlichen und privaten Gastgebern. Diese gewähren Pilgernden für eine Nacht Unter­kunft. Wir haben zu allen drei Pilgerführern Herbergslisten mit den Unterkünften zusam­­men­gestellt.

Verhaltensregeln für Pilgernde und Pilger­herbergen

Pilgerherbergen sind im nachfolgen­den Verständ­nis nicht-gewerbliche Unter­künfte für Pilgernde. Es besteht für die Gastgebenden keine Verpflich­tung zur Auf­nahme von Pilgern. Das Angebot basiert auf reiner Freiwilligkeit.

Zudem gilt das Übernachtungsangebot nur für eine Nacht. Ausnahmen können sich bei Krankheit ergeben. Die Entscheidung liegt beim Gastgebenden, und diese Entscheidung ist selbstverständlich immer zu akzeptieren.

Bedenken Sie bitte auch, dass Gastgebende mit ihrer Bereitschaft Sie aufzunehmen, sich selbst in ihrem Alltag einschränken. Sie wenden Zeit und Arbeit dafür auf, dass wir Pilger für eine Nacht ein Dach über dem Kopf bekommen – und meist entwickeln sich für beide, Pilgernde und Gastgebende,  neue Perspektiven aus interessanten gemeinsamen Gesprächen.

Der für viele Pilgernde auf den Hauptwegen in Spanien und Portugal so wichtige Kontakt mit anderen Pilgern, verlagert sich auf deutschen Wegen viel mehr auf die Kontakte mit den Menschen vor Ort. Sie werden es lieben. Entweder haben Sie diese Erfahrung bereits gemacht – oder Sie werden es für sich entdecken. Schon jetzt wünschen wir Ihnen eine schöne, erlebnisreiche Zeit auf Ihrem Weg.

Pilgerausweis und Herbergsbuch

Pilgernde müssen sich mit einem Pilger­pass auswei­sen und sich in das Herbergs­buch eintragen lassen. In den Herber­gen erhalten Sie (soweit ein Stempel vorhan­den) einen Stempel mit Unterschrift und Datumsangabe in Ihren Pilger­pass. So dokumentieren Sie Ihren Weg. Eine schöne Erin­ne­rung, denn meist steht hinter jedem Stempel die Erinnerung an eine erlebte Geschichte.

Anmeldung und Nachfrage

Bitte nehmen Sie mindes­tens ein bis zwei Tage im Voraus – und während der Ferienzeiten früher – mit der Herberge Kontakt auf und fragen Sie, ob eine Übernachtung zum gewünschten Zeitpunkt möglich ist. Aufgrund der besonderen Umstände in Verbindung mit der Corona-Pandemie empfehlen wir eine deutlich frühere Kontaktaufnahme. Zwar verzichtet man damit auf eine höhere Flexibilität, erhält dafür aber mehr Ruhe im Pilgeralltag.

Pilger­gruppen sprechen gewünschte Übernachtungen vorsorg­lich vor Beginn ihrer Pilgerreise ab, oder nutzen von vornherein gewerbliche Angebote.

Fußpilgernde, die ihr Gepäck selbst tragen, haben Vorrang vor Radpilgern. Es wird nur für eine Nacht Unter­kunft gewährt. In Ausnah­me­fällen, wie bei Krank­heit, kann davon abge­wichen werden. Die Entschei­dung liegt bei den Gastgebenden.

Isomatte und Schlafsack

Pilger sollten eine Isomatte und einen Schlaf­sack dabei haben. Einige Herber­gen kön­nen nur freie Räume und eine Waschmög­lichkeit anbieten. Unsere Herbergslisten enthalten entsprechende Informationen.

Spendenbasis

Die Übernachtung erfolgt auf Spenden­basis. Bitte berück­sich­tigen Sie, dass den Gast­gebenden Kosten ent­stehen. Planen Sie, soweit in der Liste nicht anders ange­geben, für den Schlaf­platz einen Kosten­beitrag von 5€ pro Person (pP) ein, für Bett­wäsche und Hand­tuch, wenn angebo­ten und genutzt, weitere 5€ pP. Wird eine Verpfle­gung ange­boten, so betei­ligen man sich bitte mit mindes­tens 5€ je Mahl­zeit an den Kosten. Es darf auch mehr gegeben werden.

Sonstiges

Eine Übernachtung mit Hund ist häufig kein Problem. Bitte klären Sie dieses zuvor telefonisch ab.

Pilgernde haben die Herbergen sauber zu hinterlassen. Das Abziehen der Bett­wäsche am nächsten Morgen sollte selbstverständlich sein.

TiPP   Gehen Sie vor dem Verlas­sen der Herberge noch­mals die Räume durch. Leicht kann es vor­kom­­men, dass Klei­dungs­stücke im Zimmer oder Hygiene­artikel in Bad oder Dusche vergessen werden.

Alle Angaben in unseren Listen wurden sorgfältig recher­chiert und werden laufend auf dem aktuellen Stand gehal­ten. Sie waren korrekt zum Zeit­punkt der Druck­legung. Für die Richtig­keit der Anga­ben kann jedoch keine Gewähr übernom­men werden. Jeder ist auf sei­nem Weg und für sich selbst verant­wort­lich. Sollten Sie auf Ihrem Weg Abwei­chungen fest­stel­len, lassen Sie es uns bitte wissen.

Überhaupt würden wir uns über eine Mail zu den gemachten Erfah­rungen und Erleb­nissen unterwegs freuen.

Folgender Grundgedanke liegt uns am Herzen:

Ein Pilger nimmt an und ist dankbar für das,
was ihm angeboten und gegeben wird.
Ein Pilger fragt – aber fordert nicht.

Wir Jakobswegfreunde sind ehren­amtlich tätig.

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